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Die KOMSA-Gruppe wird im kommenden Frühjahr ihr polnisches Reparaturcenter in Breslau schließen, nachdem der Hauptauftraggeber in Polen seinen Vertrag gekündigt hat. Rund 300 Mitarbeiter in Polen sind von diesem Schritt betroffen. Reparaturen für den deutschen und polnischen Markt erfolgen künftig gebündelt im Center in Deutschland. Hier, am Hauptsitz in Hartmannsdorf, sucht KOMSA neue Mitarbeiter.

Im polnischen Breslau betreibt die KOMSA-Gruppe seit zwölf Jahren ein zweites Reparaturcenter.

Seit zwölf Jahren betreibt die KOMSA-Gruppe an ihrem polnischen Standort in Breslau ein zweites Reparaturcenter. Aufgebaut wurde das Center seinerzeit als Vertragswerkstatt einer bekannten Mobilfunkmarke, um in deren Auftrag defekte Handys, Smartphones und Tablets polnischer Kunden zu reparieren. Da die Mobilfunkmarke in Polen mit stagnierenden Verkaufszahlen kämpft und Marktanteile verliert, wird der Hauptauftraggeber nun seine bisher auf mehrere Standorte in Polen verteilten Reparaturen bündeln und hat hierfür ein anderes Reparaturcenter beauftragt.

"Ohne unseren Hauptauftraggeber können wir das Reparaturcenter in Breslau nicht weiterführen", erklärt Uwe Bauer, Vorstandsvorsitzender der KOMSA-Gruppe. "Die Nachfrage nach professionellen Reparaturservices im polnischen Markt ist zu gering." Der Betrieb des Centers wird deshalb im kommenden Frühjahr eingestellt. Rund 300 Mitarbeiter sind davon betroffen. "Die Mannschaft hat viel Herzblut und Energie in den Aufbau des Reparaturcenters gesteckt. Umso schwerer fällt dieser Schritt. Wir hoffen, dass wir zumindest einen Teil des Teams für eine Tätigkeit im Reparaturcenter in Deutschland gewinnen können."

Die Versorgung des polnischen Handels mit Telekommunikations- und IT-Produkten wird weiterhin vom Standort in Breslau erfolgen. Auch das Reparaturgeschäft in Deutschland und das Reparaturcenter am Hauptsitz in Hartmannsdorf sind von dieser Entwicklung nicht betroffen. "Auch hierzulande verändert sich aber der Markt", erklärt Uwe Bauer. So hat sich die Anzahl der Handys, Smartphones und Tablets, die innerhalb des Garantiezeitraums repariert werden müssen, in den vergangenen drei Jahren in etwa halbiert. Der Grund liegt darin, dass die Smartphones technisch ausgereifter sind und deshalb länger halten, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Hinzu kommt, dass Smartphones im Premiumsegment mehrere Hundert bis über Tausend Euro kosten. Dadurch ändert sich das Verbraucherverhalten: Smartphones werden länger genutzt und es entwickelt sich eine verstärkte Nachfrage nach gebrauchten Geräten, die über die KOMSA-Tochter "Revived Products" erfolgreich bedient wird. Außerdem entsteht zunehmend der Bedarf an Reparaturen außerhalb der Garantie. "Um diesen Bedarf zu decken, bauen wir gerade ein neues Geschäftsfeld und eine neue Reparaturmarke auf", so Uwe Bauer.

Für das Reparaturcenter in Deutschland sucht KOMSA derzeit neue Mitarbeiter. Auch darüber hinaus sind Stellen innerhalb der künftig etwa 1.450 Mitarbeiter starken KOMSA-Unternehmensgruppe zu besetzen, vorrangig in den Bereichen Vertrieb, Marketing und IT. Insgesamt sind derzeit rund 60 Stellen ausgeschrieben. Für das neue Ausbildungsjahr können sich junge Frauen und Männer zudem um eine Ausbildung bei KOMSA bewerben. Das Unternehmen bildet in insgesamt 14 Berufen aus.